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Rheinmetall kommt beim Verkauf seiner Kfz-Sparte voran

Foto: Wolf von Dewitz / dpa

Auf dem Weg zum reinen Rüstungskonzern ist Rheinmetall einen großen Schritt weitergekommen: Der Konzern verkauft sein Autozuliefergeschäft an den Finanzinvestor Aequita. Die beiden Unternehmen hätten »heute einen Kaufvertrag unterzeichnet,der der bisherigen Rheinmetall-Division Power Systems eine Zukunft unter neuer Führung eröffnet«,erklärte Rheinmetall. Damit werde ein »Meilenstein der strategischen Neuausrichtung« erreicht,mit dem Verkauf der Zivilsparte nehme der Konzern sein »militärisches Geschäft in den Fokus«.

Der Verkauf soll im vierten Quartal dieses Jahres abgeschlossen werden und steht noch unter Vorbehalt der Genehmigung durch die Aufsichtsbehörden. Der vorläufige Kaufpreis betrage 350 Millionen Euro. Er könne sich bis Vollzug der Transaktion aber noch ändern. In dem verkauften Unternehmensteil sind rund 6200 Beschäftigte tätig,bei Rheinmetall verbleiben 34.000.

Angesichts der schwachen Nachfrage nach Autos aus Europa ist der Geschäftszweig für Autobauteile schon länger eine Wachstumsbremse für Rheinmetall,das mit seinem Militärgeschäft von einem Firmenrekord zum nächsten eilt. Die Kfz-Sparte kam 2025 auf einen Umsatz von zwei Milliarden Euro,das Waffengeschäft hingegen auf rund zehn Milliarden Euro. Die Verkaufsgespräche begannen bereits vergangenes Jahr.

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Drei Standorte der Kfz-Sparte von Rheinmetall verbleiben vorerst aber bei dem Rüstungskonzern,und zwar die in Neckarsulm,Walldürn und Langenhagen. Dies sei »mittelfristig« der Fall,heißt es von Rheinmetall. Diese Standorte werden allerdings weiterhin als »nicht fortgeführte Aktivitäten« im Geschäftsbericht geführt.

Bereits 2023 und 2024 hatte Rheinmetall sein Geschäft mit Kolben verkauft. Im Dezember vergangenen Jahres kündigte das Unternehmen die Veräußerung des restlichen Geschäfts mit der Automobilindustrie und für die Energiewirtschaft an.

Lesen Sie auch: Der Waffenhersteller Rheinmetall hat schon oft von kriegerischen Zeiten profitiert. Aber selten lief es so gut wie heute. Fürs Geschäft waren die Verantwortlichen immer wieder bereit,an moralische Grenzen zu gehen.

naw/dpa/AFP

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